Ich stelle mal ein Video ein, das vor einigen Jahren (aber nach meiner Zeit) in meinem alten Behindertenheim in Gilo aufgenohmen wurde. Es ist zwar in Hebraeisch, aber ich denke, auch wenn man die Sprache nicht versteht, vermittelt es ganz gut einen Eindruck – wenn auch einen beschoenigten – von unserer Einrichtung.
Besonders oft sieht man Liora (z.B. im Pool, mit ihrem Vater, beim Singen). Sie ist im Sommer letzten Jahres gestorben, kurz bevor ich nach Israel gekommen bin. Als wir damals mir einigen Behinderten waehrend Pessach in ein Hotel nach En Bokek gefahren sind, war ich u.a. fuer sie verantwortlich. Dieser “Urlaub” gehoerte mit zu den herausfordernsten Erfahrungen, die ich waehrend meiner Arbeit dort im Heim gemacht habe. Liora wurde sonst immer von 2 Pflegerinnen gepflegt und nun war ich mit ihr in einem Hotelzimmer allein (und einer weiteren Patientin), hatte vorher noch nie mit ihr gearbeitet…es war die totale Herausforderung und fuer uns beide sehr anstrengend.
Nach dem Urlaub hat Liora mir jedesmal fuer die Zeit gedankt, wenn sie mich gesehen hat. Sie war echt eine total Liebe und sass immer auf dem Flur, der zu unserer Volo-Wohnung fuehrte und hat gerne ein paar Worte jiddisch mit uns gewechselt, wenn wir an ihr vorbei gelaufen sind.







