Weihnachten war sehr schoen – wenn auch meine Familie vermisst habe. Am Mittwoch hat mir mein Chef ganz spontan und unerwartet frei gegeben, so dass ich am Donnerstag vormittag noch letzte Erledigungen machen konnte und fuer die Feier noch einiges einkaufen konnte. Bereits um 16 Uhr ging die Weihnachtsfeier mit den Volontaeren und Mitarbeitern von Hagoshrim los. Wir waren ueber 20 Leute, Olga und Ingrid haben alles ganz festlich dekoriert und mega-leckeres Essen zubereitet, es gab Lieder, Geschichten und auch Geschenke… alles in allem eine sehr sehr schoene Gemeinschaft.
Diese Feier musste ich leider ein bisschen eher verlassen, weil ich mich auf den Weg zur Erloeserkirche machen musste. Dort singe ich im Chor mit. Ab 22.30 Uhr begann der Gottesdienst: eben ganz ganz typisch deutsch. Wohl der gleiche Ablauf und Inhalt wie in ganz Deutschland in den evangelischen Kirchen. (Mit der Ausnahme, dass Texte abwechselnd auch in englisch, hebraeisch und arabisch gelesen wurden.) Unser Chor hat klasse geklungen
und es hat echt viel Freude gemacht mitzusingen.
Nach dem Gottesdienst gab es Gluehwein und gegen 00.30 Uhr sind wir – eine riesen Gruppe junger Deutscher - losgezogen in Richtung Bethlehem. Zwischendrin wurden wir immer wieder bestaunt und fotografiert: wow die deutschen Christen. Das war schon sehr sehr ungewoehnlich. Sonst sind wir immer die, die in die juedische und arabische Kultur und Religion reinschauen diesmal wurden wir eben bestaunt. Unterwegs mussten wir auch den Checkpoint passieren…und ich muss wirklich sage: das ist einfach krass. Wenn man sich ueberlegt, dass man da taeglich durch muss und von der Willkuer der soldaten abhaengig ist…
Um 3 Uhr waren wir endlich am Ziel angekommen (der Weg war ca. 10 km lang, nur gut, dass ich das nicht vorher wusste..), sind noch eben in ein internationales Begegnungszentrum, um dort Tee zu trinken und uns kurz aufzuwaermen. Von dort ging es dann endlich zur Geburtskirche: ueberraschenderweise waren da um 4 Uhr nachts ausser uns kaum noch Leute. Ich war vor 3 Jahren schon einmal dort und ich muss sagen, dass die Kirche auch an Heiligabend bei mir keine anderen Gefuehle hervorruft. Eine Freundin, die mitgelaufen ist meinte nur: Das ist alles gar nicht besinnlich… <Stellt sich die Frage, wasgibt den SINN ??>
Wir haben uns dann auch recht schnell wieder auf den Heimweg gemacht und letztendlich war ich um 6.00 Uhr zuhause. Es war eine sehr schoene Nacht, auch wenn ich jetzt nicht jedes Jahr nach Bethlehem laufen muss.
Viele Leute denken: Wow, zu Weihanchten am Ort des Geschehens, aber das ist Quatsch. Hier feiert man Weihnachten ganz eindeutig als Minderheit (ok, das haut auch seinen Reiz). Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ganz uebberascht war..ups..heute ist schon Heiligabend und jetzt geht es mir so, dass ich denke: Wow, letzte Woche war Weihnachten? Der ganze Weihnachts-Geschenke-Deko-Einkaufs-Trouble, den es immer in Deutschland gibt, der faellt total weg.

Uebersetzung: Hat irgendjemand das Baby gesehen?
Noch etwas: das Wetter. Es ist unglaublich. Vergangene Woche waren tagsueber 20 Grad und Sonnenschein, ich habe den Mantel gegen die Sommerjacke und die Stiefel gegen die Ballerinas ausgetauscht. In den naechsten Tagen soll es aber Regnen, dass ganze Land betet dafuer.









gefunden!!!

aber gibt es im januar frozen joghurt in jerusalem?
gruß aus deutschland
bis bald
eupkel
Frozen Yoghurt gibts hier glaub ich immer…ich freu mich auf dich!